Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere.

Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere. Eine Hommage von Erfolgschoreograph Nacho Duato an Johann Sebastian Bach, getanzt vom Staatsballett Berlin, in der Komischen Oper Berlin.

Vielfältigkeit – der Name ist Programm. Nicht nur die Vielfältigkeit der Musik Bachs, sondern auch die Vielfältigkeit des Tanzes und der Tänzer wird hier gefeiert. Fröhlich, spritzig, wild und mitreißend zeigt sich das im ersten Teil. Wenn die Musik verschmitzt trällert oder sanft und melodisch tanzt, dann tun die Körper auf der Bühne ihr das gleich. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, wenn die Tänzer sich duellieren oder sich ein sportliches Rennen liefern.

Im zweiten Teil wird die Musik tragischer, der Tanz getragener, der Tod taucht auf und quält Bach. Auch jetzt ist die Vielfalt der Darstellungen von Trauer, Schmerz und Verlust groß. Herzzerreissend und tief berührend, der Tanz des Tod in Maske und wallendem schwarzen Rock.

Insgesamt ein großartig abwechslungsreicher Ballettabend mit zeitloser Musik und wunderschönen Bildern, die noch lange nachhallen. Sehr sehenswert. Minutenlanger Applaus und ein sich immer wieder öffnender Vorhang geben mir da Recht.

Wer möchte, hat am 13.06. um 19:30 Uhr wieder die Chance, dieses wunderbare Ballett zu erleben. Weitere Informationen und die Karten gibt es hier.