Tanz der Vampire – Theater des Westens

Schneeumtoste Berge, ein kleiner Gasthof mitten in der Einöde von Transsylvanien. Die Einwohner eines kleinen Bergortes bereiten sich auf eine weitere gefährliche Winternacht vor. Angst haben sie nicht nur vor der bitteren Kälte, sondern vor allem vor dem, was im  nahe gelegenen Schloss lauert: Graf von Krolock und seine untoten Untertanen. Man macht sich mit haufenweise Knoblauch unattraktiv für die Blutsauger, die schöne Wirtstochter Sarah (Veronica Appeddu) wird gar in ihr Zimmer eingesperrt. webimage-575E020A-CF2B-4EBF-B775BB2523CDEC5F

Zwei Fremde nähern sich derweil dem Bergdorf, es sind der berühmte (oder berüchtigte) Professor Abronsius (Victor Petersen) und sein ängstlicher junger Assisstent Alfred (Tom van der Ven). Die beiden sind auf Jagd nach den sagenumwobenen Vampiren, von denen die Gegend nur so strotzen soll. Kaum im Gasthof angekommen und leidlich aufgetaut, verliebt sich Alfred schon unsterblich in Sarah. Szenenmotive-TDV3-TDW-10-525x362(1)Leider steht ihre aufkeimende Romanze unter keinem guten Stern, denn schon längst hat Graf von Krolock (Jan Amman) seine blutgierigen Augen auf die junge Schönheit geworfen. Und sie, die sie immer eingesperrt war, sieht ihn als Abenteuer, als Freiheit und Rebellion, kann seiner dunklen Ausstrahlung nicht widerstehen. So macht sie sich, entgegen aller Warnungen, auf zum Schloss des Grafen und der Professor und der liebestolle Alfred eilen hinterher, um sie zu retten und den Grafen zu töten!

Ob das arme Bergdorf, das prächtige Schloss oder der unheimliche Friedhof auf dem die Vampirschar tanzt, alle Bühnenaufbauten sind wirklich grandios und lassen den Zuschauer tief in die unheimliche Vampirmär eintauchen. Die Vampire sind mal artistisch, mal altmodisch-düster und dann wieder Rocky Horror-Fetischschrill. Tolle Stimmen bei allen Beteiligten, allen voran natürlich der unheimlich verführerische Graf von Krolock. Der derbe Humor der Bergbauern und die zarte Romanze von Sarah und Alfred, alles zusammen ergibt einen wunderbaren Musicalabend. Als Zuschauer ist man mittendrin, da die Schauspieler immer wieder auch im Saal auftauchen. Einziges Manko war für mich das sehr abrupte Ende, irgendwie erwartet man noch eine Erklärung oder eine Art Abschluss.

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