Bangkok City – thailändische Küche, Kreuzberg, korrespondierende Theater: BKA und Mehringhof

Es wird wohl niemanden überraschen, dass ich Restaurants unter anderem nach ihrer Nähe zu Veranstaltungsorten aussuche. Natürlich ist es am wichtigsten, dass es dort lecker schmeckt und mir auch vom Ambiente her gefällt, aber grundsätzlich suche ich immer nach tollen Restaurants die sich fußläufig zu meinen Lieblingstheatern befinden.

Die Ecke Mehringdamm / Gneisenaustraße kann sich wirklich nicht über einen Mangel an Restaurants und Bars beschweren. Hier bekommt man alles, was das Genießerherz begehrt, ob man „nur“ eine Currywurst oder ein komplettes Menü möchte, ob man italienische, indische oder spanische Küche bevorzugt. Trotzdem habe ich einen Lieblingsladen, den ich immer wieder gern besuche, wenn ich im BKA-Theater oder im Mehringhoftheater bin.

Das Bangkok City ist noch recht jung und eigentlich wollte ich es erst einmal aus Prinzip hassen, weil ich das South London, was sich zuvor dort befand, sehr mochte und sehr vermisse. Aber ich habe mich dann schnell eines Besseren belehren lassen. Das Bangkok City hat einen sehr schlichten, unprätentiösen Stil mit steinernen Wänden und robusten Holztischen. Einzig die schön platzierten Papierlampions und die auffällige Lichtinstallation an der hinteren Wand dienen als Deko. Das finde ich, im Gegensatz zu den vielen mit goldener Deko vollkommen überladenen asiatischen Restaurants, eine sehr schöne Abwechslung und ich habe mich dort von Anfang an sehr wohl gefühlt. Die aufmerksamen und zuvorkommenden Servicekräfte tun ihr übriges, dass man sich im Bangkok City immer willkommen und gut bedient fühlt.

Genauso reduziert wie die Dekoration präsentiert sich auch die Speisekarte. Es gibt nur wenige Gerichte, dafür kann man jeweils das bevorzugte Fleisch dazu wählen oder Garnelen oder Tofu. In vielen asiatischen Restaurants erweckt die schier gigantische Größe der Speisekarte immer Argwohn in mir. Vor allem, wenn das Restaurant und damit auch die Küche eher klein ist. Im Bangkok City gibt es dagegen eher eine kleine, aber feine Auswahl. Und man kann sogar, wenn man möchte, in die Küche hineinschauen, die Köche arbeiten hinter einer großen Glaswand.

Die Preise für eine Vorspeise liegen im Bangkok City zwischen 3 und 9 Euro, eine Hauptspeise kostet zwischen 7 und 12 Euro. Ich war mittlerweile schon recht oft dort und war immer begeistert. Alle Speisen waren immer perfekt zubereitet und auch noch ansprechend arrangiert. Bei meinem letzten Besuch hatte ich zum Beispiel „Pad King“ – Schweinefleisch mit Ingwerstreifen, Morcheln, Champignons, Zwiebeln, Paprika und Austernsauce. Sehr lecker und perfekt gewürzt. Wer also vor seinem Theaterbesuch noch etwas essen möchte oder ganz allgemein in Kreuzberg nach einem guten Restaurant sucht, ich empfehle euch das Bangkok City.

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Autor: Nicole Haarhoff

37, eigentlich Buchhändlerin, aber meist unterwegs ins Theater, ins Varieté, zu Shows oder Ausstellungen.

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