Ashton Brothers – Enfants Terribles – Wühlmäuse

Wart ihr schon mal ziemlich heftig angeheitert? Und mit einer Gruppe eurer Freunde unterwegs, die ebenfalls heftig angeheitert waren? Und haben einige von euch vielleicht (teilweise) ihre Klamotten unterwegs verloren? Und ihr habt euch kaputtgelacht? Und habt Dinge gemacht, die euch verwegen und abenteuerlich vorkamen, die bei Licht betrachtet dann aber doch vor allem ziemlich gefährlich waren? Und ihr habt gelacht und gelacht…

Ja? Na, dann hättet ihr mal dabei bleiben sollen, denn dann wärt ihr jetzt vielleicht einer der Ashton Brothers.

Die Jungs aus den Niederlanden sind Artisten und Clowns und Zauberer und Musiker und Sänger und überhaupt. Und sie haben mit ihrem fünften Programm Enfants Terrible ein schräges, witziges, wildes und ungewöhnliches Stück Zirkuscomedy mit Anspruch und Klamauk auf die Beine gestellt, wie ich es sonst so noch nie erlebt habe. Es gibt böse Clowns, tanzende Skelette und waghalsige Artistik, alles in fliegendem Wechsel und beinahe komplett ohne Worte. Man ist als Zuschauer ganz atemlos vor Staunen und Lachen. Und wenn die Gags manchmal am Albernen kratzen, dann wird man in nächstem Moment mit beeindruckender Artistik wieder ernstlich geblendet. Was chaotisch anmuten mag, ist eben doch vor allem eins: schieres Können.

Die Ashton Brothers sind noch bis Sonntag, den 13. August in Berlin, schaut in den Wühlmäusen vorbei, ich kann euch die Truppe nur empfehlen, ich hab mich kaputtgelacht! Auch sonst lohnt sich natürlich immer ein Blick in den Spielplan. Mehr zu den Ashton Brothers findet ihr hier und hier.

©Nicole Haarhoff