Sahara – Die neue Dinnershow – Madi Zelt der Sinne

In der düster-kalten Vorweihnachtszeit gibt es nichts schöneres, als im Madi – Zelt der Sinne einen Urlaubstag einzulegen. Denn wenn der Gast sich am späten Abend nach Hause aufmacht, gesättigt von einem orientalischen 4-Gang-Menü, benebelt von all den Düften und beseelt von all den schönen Bildern, dann fühlt er sich, als hätte er einen kompletten Abend in der Wärme des Orients verbracht.

Vom ersten Moment des Besuchs im schönen Madi Zelt an, fühlt man sich, als wäre man ein gern gesehener Gast im Hause von guten Freunden. Der Empfangsraum ist mit großen Sitzkissen und Wandteppichen dekoriert, es duftet einladend. Wenn der Vorhang sich öffnet, wird man einen opulent dekorierten Gang entlang geführt und lässt den Alltag hinter sich. Man badet die Hände in warmen Rosenwasser, von einer verführerisch gekleideten Bauchtänzerin lieblich dargeboten. Ein Stück weiter macht der Haus- und Hoffotograf auf Wunsch Portraits, mit oder ohne Haremskleidung, die man später käuflich erwerben kann. Wieder einige Schritte weiter hat die Hennakünstlerin Ramona Bhandal ihren Stand, dort kann man sich eine kunstvolle kleine Erinnerung an den Abend im Madi malen lassen. Damit ist man als Gast dann beim eigentlich Gastraum angelangt, das Zeltrund ist prachtvoll ausgestattet, man hat gar nicht mehr das Gefühl, mitten in Berlin zu sein. Die Tische sind einladend gedeckt, Kellner in goldverzierter Livree servieren frischen Minztee.

Während die Gäste eintrudeln und die Tische sich rund um die Bühne füllen, machen die auftretenden Künstler des Abends uns zum ersten Mal ihre Aufwartung, zeigen Zaubertricks, begrüßen rechts und links Gäste. Diese freundliche und wohlige Atmosphäre bestimmt den ganzen Abend. Die Artisten und Tänzer auf der Bühne sind gleichzeitig auch Gastgeber, halten sich im Zuschauerraum auf, helfen den anderen Künstlern, klatschen für sie. Shosha Lilienthal habe ich im Frühjahr schon einmal bei Cihangirs Orientesque in der ufaFabrik gesehen, sie zeigt eine grandiose Mischung aus Clownerie und Artistik, wenn sie als Putzfrau Prißilla über die Bühne stolpert und unversehens am Trapez hängt. Sie kann aber auch anders, beeindruckt am Aerial Moon (sehr hübsch – das habe ich so auch noch nie gesehen!) und später mit einem rasanten Feuertanz. Maria Asskaf, Viviana Tomei und Antonio Rodriguez verzaubern mit Bauchtanz, Feuertanz, Schleiertanz; unendlich viele verschiedene Kostüme und Bewegungen imponieren dem Zuschauer. Kaja, die Schöne mit den großartigen Tattoos, sticht außerdem noch durch zauberhaft-rasanten Kostümwechsel hervor und fliegt schwerelos an den Aerial Silks durch die Luft.

Märchenerzähler Joey Bazat (Märchenbrunch) führt gemeinsam mit Felix Häckell amüsant und charmant durch den Abend, die beiden Männer kabbeln sich freundschaftlich, manchmal fliegt gar das Porzellan durch das Zelt! Artist Adrien Mirle fängt sie allerdings geschickt auf, ehe die Scherben Unglück bringen können. Die Tänzer und Artisten des Abends sind allesamt beeindruckend und sehr sehenswert, die Show ist wunderschön abgerundet, mit schnellen und sanften Tanzstücken, leidenschaftlich-mitreißender oder sanft-einschmeichelnder Musik, live gespielt von der vierköpfigen Band, deren Mitglieder aus aller Herren Länder kommen.

Nach typisch orientalischer Vorspeise, einer köstlichen Linsensuppe, einem Hauptgang mit Huhn, Couscous und viel Gemüse gibt es zum Abschluss türkischen Mokka und leckere honigsüße Baklava. Ein wunderbarer Showabend, der nach Saharasand, Märchen und geheimnisvollen Gewürzen duftet und das Herz erfreut. Ob mit dem Herzblatt, der Familie oder der Firma – ich kann euch das Madi-Zelt nur sehr ans Herz legen. Lasst euch für einen Abend von Nomaden in die Wüste zu einem orientalischen Abenteuer entführen!

Weitere Infos und Preise findet ihr hier.

©Nicole Haarhoff