Max Schmeling Halle: Apassionata – Der Traum, Pferdeshow

Was soll ich sagen. Apassionata – Der Traum war ein Traum. Ich war bei der Pferdeshow in der Max Schmeling Halle. Für alle, die jetzt verwirrt sind: das war, ist und bleibt Apassionata, die Show, die Peter Massine vor 15 Jahren erfand und die seit vielen Jahren von Holger Ehlers erdacht und umgesetzt wird. Die Show, die beinahe zeitgleich in der Mercedes Benz Arena Berlin stattfand, darf sich bald nicht mehr so nennen. Die Apassionata World GmbH, die im Besitz chinesischer Investoren ist, darf noch ihre aktuelle Tour unter diesem Namen beenden, danach gibt es wieder nur ein Apassionata.

Sprechen wir also über das Original. Dort hat man sich eine wunderschöne Geschichte ausgedacht, die uns durch den behuften Abend geleitet: eine geheimnisvolle Zeitkapsel und ein wunderschöner Zeppelin fliegen uns um die ganze Welt, immer auf der Suche nach weiteren Hinweisen auf die geheimnisvolle Geschichte des Urgroßvaters unseres Erzählers, dem Gymnasialdirektor Claude. Dabei treffen wir in vielen verschiedenen Ländern auf die schönsten, die majestätischsten und die niedlichsten Pferde (und Esel), die es gibt.

Eigentlich möchte ich euch am liebsten nur unzählige Fotos zeigen. Die Pferde sind einfach so unglaublich schön. So anmutig, so stolz und stark. Eigentlich würde es schon reichen, wenn sie einfach nur dastehen würden. Aber stattdessen ist Apassionata eine Show, bei der die Schönheit und die Grazie der Tiere noch unterstrichen wird und eine ganze Flut wunderschöner Bilder bricht über den Zuschauer herein. Beeindruckende Kostüme, wagemutige und halsbrecherische Stunts auf dem Pferderücken und anmutige Tänzerinnen und Tänzer, die das Bild abrunden. Es gibt Reiter, die auf dem Pferderücken stehend durch die Manege galoppieren, genauso wie Reiter, die mal eben seitlich vom Pferd herunter oder gar unter dem Pferd hängen! Und das alles bei halsbrecherischer Geschwindigkeit! Man möchte einerseits nicht hinsehen und andererseits keine Sekunde verpassen! Es gibt einen eleganten Tangotanz, außer mit menschlichen Tänzern logischerweise mit glänzend-schwarzen Pura Raza. Überhaupt sind alle möglichen Pferderassen vertreten, vom süßen kleinen Welsh Pony über American Quarter Horses, Rheinische Kaltblüter und Friesen bis hin zum gigantischen Shire Horse.

Und die Reiter sind Stars der Szene, jeder eine kleine Berühmtheit, zum Beispiel die italienische Familie Giona und ihre vierzig Pferde oder der Spanier Alejandro Barrionuevo, dessen Vater bereits für Apassionata ritt. Kerstin Lills lässt ihren Hengst sich rasant auf den Hinterbeinen drehen wie ein Kreisel (spin), Viktor Kirka braucht eine Leiter, um sein gemütsstarkes Pferd zu erklimmen, während Kerstin Brein in ihrer beeindruckenden Freiheitsdressur augenscheinlich lautlosen und unsichtbaren Kontakt zu ihren Welshies hat. Daphne de Visser ist die zarte Elfe auf dem Riesen Shire und Christophe Bournique ist Chef der besagten vollkommen angstfreien Truppe, denen man beinahe nicht zusehen mag…

Insgesamt eine magische, farbenfrohe und prächtige Show mit vielen, vielen Aaaah- und Oooohhh-Momenten für die ganze Familie. Selbst für diejenigen unter uns, die nicht ihr ganzes Zimmer mit Wendy Postern gepflastert hatten oder haben! Die nächste Apassionata Show in Berlin findet am 26. und 27. Januar 2019 statt, ansonsten sind die Vierbeiner und ihre Begleiter auf großer Tournee. Weitere Infos bekommt ihr hier. Immer dran denken: nur wo Apassionata draufsteht, ist auch Apassionata drin!

©Nicole Haarhoff

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