Darauf freue ich mich: der heiße Kulturjuni in Berlin

[Werbung]Also, ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich schmelze. Ich schmelze dahin. Ich mag den Sommer, aber muss es denn wirklich so heiß sein? Statt mich voller Energie auf neue Theaterstücke und Events zu stürzen, würde ich am liebsten auf den kühlen Fliesen in meiner Küche liegen bleiben und durch einen Strohhalm eisgekühlten Hugo schlürfen! Geht natürlich nicht. Denn abgesehen davon, dass ich einen Job habe, gibt es einfach mal wieder viel zu viele tolle Stücke zu sehen! Hier kommt, worauf ich mich im Juni freue:

Seit 21. April: Berliner EnsembleEndstation Sehnsucht – Die Premiere war schon vor einer Weile, aber im Juni schaue ich endlich diese Version des Tennessee-Williams-Klassikers, der wohl für immer und ewig eng mit Marlon Brando verbunden ist.

Ab 3. Juni: SchaubühneIm Herzen der Gewalt – Der junge Schriftsteller-Shootingstar Édouard Louis hat in seinem neusten Buch schonungslos und offen über seine eigene Vergewaltigung geschrieben. Und vor allem über alles, was danach mit ihm geschah. Reaktionen der Polizei, seiner Familie, seines Umfeldes und sein eigener Umgang mit dem Geschehenen, er lässt nichts aus. Und mit der Schaubühne beschäftigt sich nun erstmals ein deutsches Theater mit dem Stoff seines Romans. Ich bin unheimlich gespannt und habe zugleich beinahe etwas Angst vor diesem Stück!

Am 10. Juni: Tipi am Kanzleramt Unduzo – Schweigen Silber / Reden Gold. Unduzo ist eine A-Capella Truppe aus Freiburg und sie treten zum ersten Mal in Berlin auf! Das ist alles, was ich bisher weiß, aber ich bin gespannt und werde euch berichten. Wer im Tipi auftritt, kann ja quasi nur gut sein.

Ab 12. Juni: Naturpark SüdgeländeVerlorene Liebesmühe! Auf der wunderschönen Open Air Bühne zwischen wogenden Bäumen und mit dem Zwitschern der Vögel im Hintergrund gibt es bald ein neues Stück, die Premiere ist am 12. und ich bin schon sehr gespannt! Bisher fand ich alle Stücke von der Shakespeare Company großartig!

Nur wenige Termine am 21., 22. und 23. Juni: Pfefferberg TheaterHousch-ma-Housch. Der Allroundkünstler aus der Ukraine hat bereits für den Circus Knie gearbeitet, für den Circus Roncalli, sieben Jahr lang war er am Pariser Lido engagiert, bei den Internationalen Zirkusfestivals ist er aufgetreten: in Monte Carlo und auch in China. Hoher Besuch also im Pfefferberg Theater und alle, die wahre, schlaue und sehenswerte Clowneriekunst sehen möchten, sollten Housch-ma-Housch nicht verpassen!

©Nicole Haarhoff