BEAT IT! – Die Show über den King of Pop

[Werbung]Am 29. August 2018 wäre Michael Jackson, der King of Pop 60 Jahre alt geworden. Und um seine Musik, sein Können und seine Erbe zu huldigen, gab es am Potsdamer Platz eine grandiose Feier im ganz großen Stil: die Weltpremiere von BEAT IT-Die Show über den King of Pop. Produzent Oliver Forster, der sich mit seiner Firma COFO Entertainment bereits für All you need is Love – Das Beatles Musical, Thank you for the Music – Die ABBA Story als Musical und Elvis – Das Musical verantwortlich zeigt, möchte sich nun mit einer Show der Superlative vor dem King of Pop verbeugen und bringt natürlich das entsprechende Rüstzeug im Form von geballter Kreativpower mit. Ein wenig Gegenwind gibt es allerdings im Vorfeld: der Nachlassverwalter von Michael Jackson legt Einspruch ein, da man selbst ein Musical über die Geschichte Michaels in Planung hat.

Dieser Beschwerde ist es vielleicht geschuldet, das BEAT IT weniger Musical und sehr viel mehr Konzert ist. Die Spielszenen sind viel zu kurz, vereinzelt und zusammenhanglos als dass man wirklich von einem Musical sprechen könnte. Diana Ross (Chamelle Moser) hat einen kleinen Auftritt und gibt dem jungen Michael als mahnende Stimme mit auf den Weg, dass er seinen eigenen Kurs einhalten und seine Träume verwirklichen sollte. Der junge Michael (Koffi Missah) nimmt sich diese Worte zu Herzen und auf einige Jackson 5-Superhits folgen dann schnell die Songs, die der Ausnahmekünstler als Solosänger auf die Bühne brachte. Alle Michael Jackson-Fans kommen so voll auf ihre Kosten, denn die schönsten und bekanntesten Songs sind allemal dabei, in dieser vollgepackten Show und die Band ist wirklich große Klasse! (Andy Keller, Anja Arnold, Jan David, Christoph Schnell und Lukas Grossmann) Bei den Song-Adaptionen haben mir nicht alle gleich gut gefallen. Koffi Missah als junger Michael und Dantanio Goodman als erwachsener Weltstar sind sehr gut, einige Songs werden allerdings von der Tanz und Gesangcrew gemeinsam übernommen und haben mich nicht vollständig überzeugt. Was natürlich auch daran liegen, dass man als Fan natürlich knallhart am Original festhält und jede veränderte Variante erst einmal kritisch beäugt.

Die Choreographien stammen von Alex Burgos, als Co-Choreograph war neben Betty Sturm auch der TV-bekannte Detlef Soost dabei. Die Tänzer sind großartig, vor allem wenn Dantanio Goodman mit der Crew das berühmte Smooth Criminal Video nachahmt, sind die Fans im Publikum ganz laut mit dabei!

Insgesamt eine sehr schöne Hommage an Michael Jackson, die mir als Fan sehr viel Spaß gemacht hat. Ihr dürfte allerdings kein Musical erwarten oder eine Biografie auf der Bühne! Wer die unvergesslichen und unvergleichlichen Songs des großen Künstlers nochmal live auf der Bühne sehen möchte, dem kann ich die Tour nur sehr ans Herz legen. Oder ihr wartet bis April 2019, da kommt die Show nochmal für wenige Termine nach Berlin, dieses Mal dann in den Admiralspalast! Weitere Informationen über die Show und Tickets gibt es hier.

©Nicole Haarhoff