Hoodoo – Das Louisiana Erlebnis in Berlin – Spiegelpalast am Zoo

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Wo sonst Glamour, Glanz und Eleganz Zuhause sind, im Palazzo-Spiegelpalast am Zoologischen Garten, ist nun plötzlich der Sumpf von Louisiana aus dem Boden geblubbert. Sobald man durch die Türen tritt, umfängt den Besucher ein geheimnisvoller Duft. Das Licht ist gedämpft, Kerzen flackern. Lange Regale voller Grablichter, Familienbildern, Schmuck, Erinnerungsstücken, Porzellanfigürchen und Schatullen, alle mit geheimnisvollem Inhalt. In Gläsern sind merkwürdige getrocknete Pflanzen verstaut, Flaschen mit undefinierbarem Inhalt schimmern im Kerzenschein. Es ist, als würde man direkt in das Wohnzimmer einer Hexe eintreten. In der Mitte des Raum spielt ein einsamer Musiker traurige Weisen, an ihm vorbei wandelt man an einem Pokertisch vorbei, an dem ein heftiges Duell stattfindet. Pokerchips und Geld liegt verstreut und laden zum mitspielen ein.

Weiter, weiter durch die langen Gänge, vorbei an einem Perlenvorhang, hinter dem sich das Privatgemach der Hoodoo-Priesterin verbirgt, komplett mit hoheitlich dekoriertem Sessel. Plötzlich befindet man sich dann im Bayou, an der spiegelglatten Fläche die wie Wasser schimmert stehen die wohlbekannten Holzhäuser auf Pfählen, durch Bäume und Sträucher hindurch windet man sich auf die verstreuten Gartenbänke und Stühle, Cocktail in der Hand. Musik erklingt und die Party nimmt ihren Lauf. Leidenschaftliche Musiker bringen das Spiegelzelt zum Kochen und selbst das zurückhaltende deutsche Publikum zum Tanzen! Unter der musikalischen Leitung von Nic Allen spielen acht Musiker (Lola Gulley, John Fontenot, Josh Washington, Troy Creagh, Ruben Moreno, Alex MacDonald, TJ Norris und Chris Cotton) den Jazz, die Cajun-Musik und den Blues von New Orleans.

Zeremonienmeister Eric Lee Johnson, im eleganten roten Anzug, geleitet uns durch den Abend: er lehrt Tanzen, stellt die Musiker, Tänzer und Performer vor und  führt später den Festmarsch an, den wir, komplett ausgestattet mit Taschentüchern zum Wedeln und mit endlos vielen umgehängten Perlenketten, improvisieren wie waschechte Südstaatler! Immerhin ist das Publikum spätestens jetzt voll im Louisiana-Fieber, denn in den Katakomben des Spiegelpalasts ist der Geist von New Orleans auferstanden. Man kann in verschiedenen kleinen Räumen dem Südstaatengeist nachspüren, kann ihn sehen, hören und anfassen. Mithilfe vieler, vieler kleiner Details, Filmen und Performern umschwebt alles ein Hauch von Jambalaya und Hoodoo-Zauber. Insidertipp: Wer unter das Bett im Kinderzimmer schaut, der weiß, was ich damit meine!

Insgesamt ein sehr untypisches und mitreißendes Musikerlebnis. Eine tolle Idee, die es wert ist, noch weiter ausgebaut zu werden. Wer sich auch mitreißen und begeistern lassen will und wer auch die Südstaatenküche probieren möchte, der kann noch bis Mitte Mai im Spiegelpalast am Zoo die Hoodoo-Show besuchen und deren schöner Priesterin huldigen! Kleiner Tipp: die ersten hundert Karten jeder Show kosten nur 25 Euro!!

©Nicole Haarhoff

 

 

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37, eigentlich Buchhändlerin, aber meist unterwegs ins Theater, ins Varieté, zu Shows oder Ausstellungen.

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Die Flugbegleiterin, die gerne gute Filme und Serien guckt und darüber schreibt.

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