Sommer in München – Das Naturbad Maria Einsiedel

Auch wenn es momentan ein wenig wechselhaft ist, ist es doch noch immer Sommer. Und für diesen Sommer oder für eure Reisepläne für den nächsten Sommer kann ich euch nur München ans Herz legen! Ich war ja schon im letzten Jahr für einen kurzen Theatertrip dort und habe mich derart verliebt, dass ich auch dieses Jahr unbedingt wieder an die Isar musste! Ich hatte Glück, an meinen ausgewählten Urlaubstagen Ende Juli hatte es immer über 30 Grad und die Sonne schien fröhlich.

Das wunderbare an München ist ja, dass man die ganze Isar hoch und runter tolle Plätze zum Baden und Sonnenbaden finden kann, auch im Hochsommer kann man mit ein bisschen Beinarbeit auch noch ein nicht vollkommen überfülltes Örtchen für sich und seine Decke finden. An meinem ersten Tag bin ich quasi direkt aus meiner Ferienwohnung rausgefallen, am Deutschen Museum aufgeschlagen (Ich hab direkt am Isartor gewohnt!) und habe mich dort auf die warmen weißen Steine am Isarufer gelegt. Wann immer die Hitze zu stark wurde, habe ich dann einige Schritte ins Wasser gemacht und habe mich dort abgekühlt. Einfach perfekt!

Einziges Manko: die nächsten öffentlichen Sanitäranlagen sind ein ganzes Stück weit weg, am Kulturstrand. Also entschied ich mich am nächsten Tag dann für die Luxusvariante und fuhr in eines der vielen Freibäder von München: das Naturbad Maria Einsiedel in Thalkirchen. Das besondere des Bades kann man schon durch den Namen erahnen: das Bad ist naturbelassen. Das Wasser wird nicht mit Chlor sauber gehalten, sondern seit dem Winter 2007/2008 sorgen Mikroorganismen für eine biologische Reinigung. Das geschieht, für den Gast unsichtbar, in einem Kiessee, dem das Badewasser immer wieder zugeführt wird. So ist das Wasser im Naturbad Maria Einsiedel sauberer als Seewasser und hat eine schöne natürliche Farbe. Man kommt sich vor, als würde man im saubersten See der Welt schwimmen, in dem man bis zum Boden schauen kann.

Naturbad -Maria Einsiedel

Eine weitere Besonderheit des Bades: mitten hindurch, auf ganzer Länge, fließt der Isarkanal. Direkt aus den Bergen kommend ist er auch im Hochsommer eiskalt und hat eine kräftige Strömung. Abenteuerlustige Badegäste gehen im oberen Bereich des Bades ins Wasser und lassen sich dann zügig bis ans andere Ende tragen! Während ich mich in der Sonne aalte, hörte ich immer wieder überraschte Ausrufe: Ist das kalt!

Außer dem großen Becken gibt es noch (durch einen Kanal verbunden) einen großen Kinderbereich mit Spielplatz und gesonderter Liegewiese. Außerdem einen FKK-Bereich, den ich aber gar nicht gesehen habe, ich nehme an, er befindet sich noch hinter der Familienecke. Rings um den Fluss herum und auch am unteren Ende des Kanals gibt es viel Liegefläche mit großen alten Bäumen, so dass mit ein wenig Geschick auch einen Schattenplatz in Wassernähe ergattern kann. Es gibt einen großen, sauberen Sanitärbereich mit Duschen und Toiletten, eine kleine Boutique, falls man Badekram vergessen hat und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die typischen Freibadpommes dürfen natürlich nicht fehlen! Aber es gibt auch gesunde Salate, belegte Stullen und riesige Eiskaffees. Es ist also für alles gesorgt, was man für einen entspannten Tag im Wasser braucht!

Eintrittpreis für einen Erwachsenen pro Tag liegt bei 4,60 Euro, wie viel ich für Eiskaffee ausgegeben habe, möchte ich hier nicht erwähnen. Ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall!

©Nicole Haarhoff ©Bild Maria Einsiedel: swm.de

 

 

 

Allgemein

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37, eigentlich Buchhändlerin, aber meist unterwegs ins Theater, ins Varieté, zu Shows oder Ausstellungen.

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