Ashton Brothers – Enfants Terribles – Wühlmäuse

Wart ihr schon mal ziemlich heftig angeheitert? Und mit einer Gruppe eurer Freunde unterwegs, die ebenfalls heftig angeheitert waren? Und haben einige von euch vielleicht (teilweise) ihre Klamotten unterwegs verloren? Und ihr habt euch kaputtgelacht? Und habt Dinge gemacht, die euch verwegen und abenteuerlich vorkamen, die bei Licht betrachtet dann aber doch vor allem ziemlich gefährlich waren? Und ihr habt gelacht und gelacht…

Ja? Na, dann hättet ihr mal dabei bleiben sollen, denn dann wärt ihr jetzt vielleicht einer der Ashton Brothers.

Die Jungs aus den Niederlanden sind Artisten und Clowns und Zauberer und Musiker und Sänger und überhaupt. Und sie haben mit ihrem fünften Programm Enfants Terrible ein schräges, witziges, wildes und ungewöhnliches Stück Zirkuscomedy mit Anspruch und Klamauk auf die Beine gestellt, wie ich es sonst so noch nie erlebt habe. Es gibt böse Clowns, tanzende Skelette und waghalsige Artistik, alles in fliegendem Wechsel und beinahe komplett ohne Worte. Man ist als Zuschauer ganz atemlos vor Staunen und Lachen. Und wenn die Gags manchmal am Albernen kratzen, dann wird man in nächstem Moment mit beeindruckender Artistik wieder ernstlich geblendet. Was chaotisch anmuten mag, ist eben doch vor allem eins: schieres Können.

Die Ashton Brothers sind noch bis Sonntag, den 13. August in Berlin, schaut in den Wühlmäusen vorbei, ich kann euch die Truppe nur empfehlen, ich hab mich kaputtgelacht! Auch sonst lohnt sich natürlich immer ein Blick in den Spielplan. Mehr zu den Ashton Brothers findet ihr hier und hier.

©Nicole Haarhoff

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Arnulf Rating präsentiert: Der Blaue Montag – Das lebende Stadtmagazin – Die Wühlmäuse

Zum 189. Mal hat Arnulf Rating gestern zum Blauen Montag in Die Wühlmäuse geladen. „Das lebende Stadtmagazin“ holt alte Hasen und junges Gemüse aus Comedy und Kabarett, aus Kleinkunst und Theater zusammen auf eine Bühne. Berliner Urgesteine genauso wie Künstler aus ganz Deutschland und, wie gestern der Fall, aus der Schweiz. Größtmögliche Abwechslung ist für das Publikum so gewährleistet, immerhin dreizehn verschiedene Künstler und Künstlerinnen versammelten sich gestern auf der blauen Bühne! Ich finde diese Abende immer großartig, sie sind quasi ein Einkaufszettel, denn man sieht bekannte Gesichter oder schreibt sich neue Namen und Daten auf, um gleich die ganze Show, das ganze Programm eines nagelneu für sich entdeckten Comedian bei der nächsten Gelegenheit zu erleben.

Ich mochte gestern jeden einzelnen der Auftretenden, habe mir aber auf meinen Merkzettel vor allem folgende Namen notiert:

Heger & Maurischat GbR, die beiden feschen jungen Damen treten am 25. April, 29. Mai & 07. Juli 2017 in der Bar jeder Vernunft auf. Sie sind quasi das Engelchen und das Teufelchen auf der Schulter, mal fröhlich, mal giftig, Singen und Blödeln, nehmen Aktuelles auf die Schippe. Waren mir gleich sympathisch!

Cloozy habe ich mittlerweile schon an verschiedenen Orten gesehen, immer nur kurz, aber ich muss unbedingt auch mal eine abendfüllende Show mit der nett-schusseligen Dame in Angriff nehmen. Für ihre ältere und sensible Haut nimmt sie eine leichte Wildlederpflege – na, den Tipp übernehme ich doch! Man kann sie in der Scheinbar sehen, zum Beispiel am 30. April!

Archie Clapp vergisst man nicht, wenn man ihn einmal gesehen hat, er hat die wohl auffälligste Frisur aller Comedians, ein Einhorn, wie er selbst sagt. Er luchst einem Gast in den Wühlmäusen nicht nur seine Jacke sondern gar sein T-Shirt ab, nur um es dann für einen Zaubertrick in Milch zu duschen! Gleich notiert, aber in der 1. Reihe möchte ich nicht sitzen!

Joël von Mutzebacher ist der schweizer Besuch des Abends. Der sympathische junge Mann war etwas geschockt von den Berliner Manieren im Berufsverkehr. Als Berliner kann man darüber aber lachen. Er hat in der nächsten Zeit keine weiteren Termine in Berlin, aber ist notiert!

Weitere Auftretende des Abends waren neben Arnulf Rating, dem Gastgeber: Barbara Thalheim und Band, Till Pöhlmann mit seinen wirbelnden Lichterjonglagen, Klaus Nothnagel mit seinen witzigen und informativen Bildvorträgen über Berlin (dieses Mal ging es um den Alexanderplatz). Die Primatonnen brachten ein wenig bayrischen Frohsinn auf die Bühne und HG Butzko war für die ernsteren Töne verantwortlich. Detlef Winterberg zeigte zwanzig Zauberstücke in drei Minuten, wortlose Komik hat auch was für sich! Und den Abschluss machte Sarah Goody mit kraftvoller Akrobatik am Vertikalseil! Wieder mal ein wunderbar abwechslungsreicher Abend in der Wühlmäusen, wer neue Humorimpulse sucht, dem kann ich den Blauen Montag nur empfehlen. Hier ist immer für jeden etwas dabei! Die Mischung machts!

Nächster Termin, Folge 190, ist am 12. Juni 2017! Weitere Informationen und Karten gibt es hier. Moderator und Gastgeber Arnulf Rating ist außerdem mit seinem aktuellen Soloprogramm „Rating AKUT“ am 21. und 22. April in der ufa-Fabrik zu sehen, die dazugehörigen Infos und Karten wiederum hier.

Gutes Wedding, Schlechtes Wedding, Folge 106: Der Wedding Express

 

Der Theaterpapa Oliver Tautorat vom Prime Time Theater kümmert sich um all seine Schäfchen. Wenn eine große Gruppe in letzter Sekunde noch Einlass ins proppenvolle Theater begehrt, dann sucht er auch noch für den Allerspätesten einen Platz und sei es auf der Treppe! Jeder einzelne späte Gast wird mit Applaus begrüsst und das ist es, was das Prime Time im Wedding so besonders macht: die Atmosphäre! Die liebevolle, lustige, warme Atmosphäre, die einen wie ein warmer Mantel umhüllt, sobald man die heiligen Hallen betritt. Keine obercoolen Schaubühnen-Hipster, keine abgespacten Volksbühnenyuppies. Eine neue Folge Gutes Wedding, Schlechtes Wedding zu schauen, das ist, wie sich in seine etwas angeranzte aber bequeme Couch zum gemütlichen Bingewatching fallen zu lassen!

gwsw_106_3Und rasant geht es weiter, bei GWSW! Die Prenzlwichser Lore und Volker (Julia Franzke und Robert F. Martin) haben sich wieder zusammengerauft und um ihre neue, erneuerte Liebe zu feiern, fahren sie in Lack und Leder zu einem Swingerwochenende. Im Zug treffen sie die Kiezschlampe Sabrina (Alexandra Marinescu), die ist hochschwanger auf der Flucht vor dem etwas zu liebevollen Kiffer Curly (Oliver Tautorat). Und Pferdemädchen Steffi (Cynthia Buchheim) möchte sich von einem ganz bestimmten jungen Pferdeflüsterer mal kräftig einrenken lassen. Als die Bahn wegen eines Böschungsfeuers stillsteht, müssen die vier sich wohl oder übel miteinander arrangieren.

Witzig wie immer, die neue Folge der Wedding Saga! Am 7. ist dann die Premiere von „Wildes Wedding“, einer Westernkomödie und im November startet die neue GWSW Folge. Nicht verpassen!

Weitere Informationen und Karten gibt es hier.

Wildes Berlin – Das tierische Hauptstadtmusical – BKA Theater

Man könnte einen Berliner Park gar nicht besser darstellen: eine über und über beschmierte Bank und ein voller Mülleimer, beides in Übergröße. Denn immerhin stellen alle auftretenden Menschen kleine Tiere dar. Und wir springen mit beiden Füssen voran in die verzwickten und gefährlichen Lebensgeschichten der wilden Tiere von Berlin.

wildes-berlin-darstellerDa sind der Waschbär Wash (Lars Kemter), er ist ein Hipster mit trendy Turnbeutel und galoppierender Social Media Abhängigkeit. Die Türkentaube Ülker (Konstanze Kromer), mit Kopftuch und Attitüde. Das Nerdkaninchen Sechser (Christian Näthe) ist allergisch auf beinahe alles und trägt eine obligatorische schwarze Brille, dafür ist er aber auch gut am PC. Und dann ist da noch die aggressive Fleischfressin, die Füchsin Faye (Emma Rönnebeck), die meistens poltert und meckert. Nach einer gemeinsam durchfeierten Nacht, bei der auch eine Tüte gefundes Marihuana eine Rolle spielte, wachen Wash, Sechser und Faye neben einer unangenehmen Überraschung auf: einer menschlichen Leiche! wildes-berlin-kaninchen-waschbaer-fuchs

Und nicht nur das, schnell wird es zur unheimlichen Gewissheit: der Täter muss ein Tier gewesen sein! Aber wer? Die einzige Fleischfresserin im Bunde, Faye, weist alle Beschuldigungen weit von sich. Sie hat auch gerade ganz andere Probleme. Hatte sie in der vergangenen Nacht etwa Sex? Es gibt Zeichen dafür, aber sie hat keinerlei Erinnerungen daran! Wer war also der Gras-Gigolo?

Man zieht den ehemaligen Polizeihund Rex zu den Ermittlungen hinzu und auch andere Tiere werden scharf befragt. Denn sollte der Verdacht auf die Tiere des Parks fallen, dann wären sie schließlich alle in Gefahr! Und während emsig nach dem Mörder gefahndet wird, sucht Faye gleichzeitig einen ganz anderen Täter. Sie hat schließlich einen Ruf zu verlieren, wenn auch einen schlechten.

wildes-berlin-taubeSchrille, lustige, alberne, manchmal ein wenig derbe Musicalkomödie in der es einfach an nichts fehlt, was Berlin so ausmacht: Gentrifizierung, Hipster, schwindelerregende Mietpreise, Analsex, Drogen und ein guter Schuss Romantik – hier ist wirklich alles drin. Die Schauspieler haben sichtlich Freude an ihren Rollen und haben auch großartige Stimmen, vor allem Waschbär Wash alias Lars Kemter, den ich schon bei „Hinterm Horizont“ am Potsdamer Platz erleben durfte. Die Songs sind allesamt mitreißend und witzig. Hervorzuheben ist vor allem auch Konstanze Kromer, die ich bestimmt schon ein dutzend Mal beim Impromatch gesehen habe. Sie spielt neben der schlauen Türkentaube Ülker auch noch in einige andere Tiere, wie zum Beispiel die Berberkatze Bella oder den polnischen Automarder. Und sie rockt jede einzelne Rolle! Vor allem den nervigen Prenzlbiber mit den Dinosaurier-Ärmchen!

Ich habe mich großartig amüsiert und kann euch „Wildes Berlin“ nur ans Herz legen! Witzig, charmant, dreckig und ein klein wenig vulgär – genau wie Berlin eben.

Regie: Denis Fischer
Idee und Buch: Robert Löhr
Musik: Wolfgang Böhmer
Songtexte: Tom van Hasselt
Ausstattung & Kostüm: Jenny Dechêne
Regieassistenz: Larissa Copetti
Choreographie: Kathleen Bauer
Musikproduktion: Carsten Schmelzer, Bassball Production

Mehr Infos und Karten gibt es hier.

 

Idil Baydar als Jilet Ayse – Ghettolektuell – Bar jeder Vernunft

Dein Inneres ist wie ein Garten. Unkraut kommt von allein. Aber schöne Blumen musst du pflanzen und pflegen. Idil Baydars Oma

Ich habe Idil Baydar zum ersten Mal Ende letzten Jahres in der ufa-Fabrik gesehen. Sie moderierte einen Abend der Kabarettwochen und ihre Gäste waren Murat Topal und Masud Akbarzadeh. Seither wollte ich immer mal ihr Soloprogramm sehen und bin mit Begeisterung in die Bar jeder Vernunft zu ihrem neuen Programm „Ghettolektuell“ gegangen, das dort am 6. September seine Premiere feierte.

Was hatte ich erwartet? In der ufa-Fabrik war Idil bereits als schlaue, taffe Frau aufgefallen, die sich um Deutschland und was in Deutschland zur Zeit passiert, ernsthaft Sorgen machte. In ihren Trainingshosen, mit den großen Ohrringen und den blondgesträhnten Haaren erwartet man dann aber doch irgendwie mehr „Cindy-eskes“. Was durch ihren aufgesetzten türkisch-deutsch Neuköllnsprech auch noch unterstützt wird. Und an diesem Abend wurde ich eines Besseren belehrt.

Ghettolektuell ist amüsant, aber nicht zum Kaputtlachen. Im Gegenteil, manchmal sitzt man mit einem dicken Kloß im Hals im Publikum. Und am Ende des Abends nimmt garantiert jeder einzelne Besucher etwas für sich mit nach Hause. Es gab vielleicht keine Lachsalven, aber dafür viel stilles Nicken und anerkennendes, zustimmendes Klatschen, auch wenn einige von Idil Baydars Wahrheiten schwer zu schlucken waren. Sie hält uns allen einen Spiegel vor und macht anhand kleiner feiner Vergleiche unseren Alltagsrassismus sichtbar. Dabei ist sie sehr privat, sehr persönlich und immer im direkten Gespräch mit dem Publikum.

Und vor allem ist sie eins: voller Liebe. Für die Deutschen. Für die Türken. Für die Menschen. Und das transportiert sie mit jedem, manchmal auch sehr frechen und direktem Satz. Ihre Lösung für das aktuell brisante AfD-Problem: Liebe. Aufeinander zuegehen. Einander zuhören. Mal in die Schuhe des anderen steigen.

Mit ihrem Programm sollte Idil Baydar nicht nur durch Sachsen touren, wie es ihr Ziel ist, sondern auch durch die Schulen, Jugendclubs und Unis von Deutschland. Eigentlich sollten einfach alle mal zu Ghettolektuell gehen. Und ein bisschen in sich hinein horchen. Ein wirklich schöner Abend in der Bar jeder Vernunft. Klug, nachdenklich, politisch, witzig.

Bis Sonntag kann man Idil Baydar und „Ghettolektuell“ noch in der Bar jeder Vernunft erleben, danach in ganz Deutschland. Mehr Infos und Tickets für die Bar gibt es hier.

7 auf einen Streich – Die Kabarett Mix Show – Wühlmäuse am Theo

Am Montag war mal wieder Kabarett angesagt. 7 auf einen Streich – alle zwei Monate am ersten Montag des Monats kann man diesen vielfältigen Abend mit gleich sieben Künstlern und Künstlerinnen erleben.

Ich persönlich mag solche gemischten Abende sehr gern, da bekommt man einen kurzen, knackigen Einblick wie ein Comedian oder Kabarettist tickt. Dann kann man sich entscheiden, ob man sofort losgeht, um sich Karten für dessen Soloprogramm zu kaufen oder eben nicht. Leider geht diese Denkweise auch manchmal nach hinten los, weil man am Ende des Abends alle gut fand und eigentlich alle Künstler nochmal sehen möchte. So war es zum Beispiel am Montag, jeder einzelne der Auftretenden hatte etwas für sich, alle waren ganz unterschiedlich:

Moderator Timo Wopps Thema sind seine Kinder und Prenzlauer Berg und die Grenzen an die man als junge urbane Familie so stößt. Sehr bissig, sehr witzig, hab ich mir sofort notiert.

Cloozy ist die Quotenfrau des Abends, sie spricht über Altersarmut, ihr Plan dafür: Knast. Das ist bequemer und auch kostengünstiger als so manches Seniorenheim. Gruseligerweise fand ich die Idee irgendwie ganz schlüssig…

Christof Spörk ist Österreicher und macht Musikkabarett, mit einem sehr schmissigen Song besingt er zum Beispiel die majestätische Schönheit der Lärmschutzwände seiner Heimat.

Felix Lobrecht hat mir an diesem Abend am besten gefallen, allerdings waren meine Freundin und ich, zumindest soweit es mir erschien, mit Abstand am ehesten auf seiner Wellenlänge. Während wir uns ausschütteten, war der Anklang bei den älteren Semestern eher etwas verhalten. Er war aber auch ein wenig psychopathisch, wenn auch auf eine sehr sympathische Art und Weise. Wenn er körperliche Konsequenzen ankündigt, grinst er danach immer ein wenig manisch. Da fühle ich mich gleich verbunden.

Josef Brustmann spielt die Zitter und er spielt nicht bloß Heimatmusik, sondern auch KIassiker der Rockmusik! Sehr cool, so habe ich Stairway to Heaven noch nie gehört!

Tricky Niki, wie der Name schon sagt, zeigte Kartentricks, allerdings mit Bauchreden kombiniert, sehr witzig! Sein armes „Opfer“ setzt sich sicher nicht mehr so schnell in die erste Reihe!

Überhaupt hatte die erste Reihe es nicht leicht. Konrad Stöckel nämlich, der die für das Publikum und für ihn selbst am aufreibenste Show des Abends bot, zieht die erste Reihe ganz schön in Mitleidenschaft. Ich sage nur Bierregen! Aber seine Experimente sind klug und witzig, daher verzeiht man ihm alles. Selbst die Tingeltangel Bob-Frisur.

Alles in allem ein toller Abend! Sehr zu empfehlen. Mehr Infos und den kompletten Spielplan der Wühlmäuse hier. Übrigens präsentieren die Wühlmäuse nun auch im Quasimodo, dem Jazzclub in der Kantstraße, einiges von ihrem Programm.

 

Edith Schröder ganz pur – BKA Theater

Ich bin ja schon lange ein großer Ades Zabel Fan. Daher war es für mich am Sonntagabend wie nach Hause kommen. Im BKA Theater am Mehringdamm standen Ediths alter Ohrensessel und der passende Couchtisch. Genau wie man sich Edith Schröders Bude in der Nogatstraße so vorstellt. Und auf dem Tischchen – wie sollte es auch anders sein – der obligatorische Chantré und die Literflasche River Cola. Alles bereit für einen Futschi!

2-format43Dieser Abend, „Edith Schröder ganz pur“ ist gut für Neueinsteiger und Anfänger geeignet. Wer Ades Zabels Alter Ego „Edith Schröder“ und ihre bunte Neukölln Clique noch nicht kennt, der bekommt hier einen schönen Einblick in ihre Welt geboten. Edith, ausnahmsweise mal allein auf der Bühne, erzählt nämlich natürlich trotzdem viel von ihren liebsten Freundinnen. Von ihrer Busenfreundin Jutta Hartmann und ihrer Futschi-Kneipe. Die wird von den Hipstern nicht wirklich angenommen und muss nun wohl oder übel mit der Zeit gehen. Und genauso ergeht es auch Brigitte Wuttke mit ihrer Leggings Boutique im Kindl Boulevard.

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Edith, seit Urzeiten arbeitslos, hat ihre ganz eigenen Probleme. Frau Mann, ihre Sachbearbeiterin, muss für ihre Gefälligkeiten geschmiert werden. Und so singt, tanzt und trinkt sich Edith durch den Abend, erzählt Anekdötchen und Deftiges. Ein Genuss für Fans und die, die es noch werden wollen! Das Beste ist natürlich Ades Zabels heisere Lache und seine Gabe, sich über sich selbst lustig zu machen. Grandios witzig und unbeirrbar trashig. Ein echtes Berliner Original.

Zur Zeit kann man Ades Zabel im BKA Theater gleich mehrmals sehen, bei den Wilden Weibern von Neukölln (ab 31.08. wieder) und in der Late Night Version. Am 10.09. um 23:30 Uhr: Ediths Discoballs. Edith und Brigitte quatschen über Neukölln und die Welt. Weitere Informationen und Tickets gibt es hier.