Darauf freue ich mich: Meine kulturellen Highlights in Berlin, Ende April

Es gibt wieder wahnsinnig viel zu erleben! Über die Osterfeiertage wird Berlin zwar wieder leerer werden, weil Verwandschaftsbesuche oder Urlaubsreisen anstehen, aber gegen Ende des Monats, wenn die Ferien zu Ende sind, gibt es auch wieder viel Neues zu sehen und zu entdecken! Hier sind ein paar Tipps für das Osternest:

19- April 2017 – African Angels – der Cape Town Opera Chorus ist zu Gast in der Berliner Philharmonie! Aus insgesamt 1.500 Nominierten aus 41 Ländern wurde der Cape Town Opera Chorus 2013 in London zum besten Opernchor des Jahres gewählt. Das abwechslungsreiche Repertoire (Oper, Gospel, African Traditonals) verspricht einen tollen Abend!

21. April 2017 – Duato / Shechter – doppelter Ballettabend mit einem neuen Werk von Staatsballett-Intendanten Nacho Duato, der in „Erde“ auf die Zerstörung unseres Planeten aufmerksam macht. Und in „The Art of Not Looking Back“ tritt der gefeierte britisch-israelisch Choreograph Hofesh Shechter den Beweis an, dass er nicht (nur) mit Männern arbeiten kann. Klingt sehr spannend! Weitere Informationen und Karten gibt es hier.

23. April 2017 – Blancanieves – ein ganz besonderes Ereignis im Konzerthaus, auf das ich schon sehr gespannt bin: Der im Stil eines alten Stummfilms gedrehte Märchenfilm „Blancanieves“, der locker an Schneewittchen angelehnt ist und mit Preisen und lobenden Kritiken nur so überhäuft wurde. An diesem Abend wird er im schönen Großen Saal des Konzerthauses live mit Musik untermalt. Weitere Informationen und Karten hier.

30. April 2017 – Premiere am Kudamm: „Wir sind die Neuen“ sagen locker-flockig drei Alt-Hippies und lassen ihre alten WG-Zeiten wieder aufleben. Allerdings haben sie die Rechnung ohne die andere WG im Haus gemacht. Die jungen Leute dort sind keineswegs locker-flockig, sondern ernst und strebsam und man gerät schnell aneinander. Die erfolgreiche Filmkomödie aus dem Jahr 2014 nun auf der Bühne! Bin gespannt. Karten und Infos gibt es hier.

Es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen, aber das sind die Highlights, die ich so in meinen Kalender geschrieben habe. Was habt ihr so vor?

©Nicole Haarhoff

 

 

 

 

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Ju Percussion Group – Konzerthaus Berlin – Großer Saal

Es ist geschehen! Ich war endlich auch mal im Konzerthaus! Und dann auch noch im wunderschönen, beeindruckenden Großen Saal.  Zugegebenermaßen bin ich kein allzu großer Fan von klassischen Konzerten. Wenn mir jemand sagt, da ist eine international bekannte Harfinistin, die spielt drei Stunden lang Stücke von Mozart, dann haut mich das nicht wirklich aus den Socken. Ist vielleicht eine Altersfrage. Oder vielleicht bin ich auch einfach nur ein Kulturbanause. Aber nun hatte doch etwas meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und zwar die Ju Percussion Group! Im März habe ich die Kodo Percussion Group aus Japan in der Philharmonie erlebt – ein grandioses Spektakel! Daher bin ich gleich hellhörig geworden und wollte die Ju Group ebenfalls sehen.

In der außergewöhnlichen Umgebung des prächtigen Großen Saals wirken die schmalen eleganten jungen Damen und Herren (eindeutiger Frauenüberschuss) beinahe klein. Und hinter den riesigen Gongs und Trommeln, die sie bedienen, sowieso.

Aber genau wie damals in der Philharmonie bin ich auch dieses Mal wieder vom Abwechslungsreichtum der Percussions beeindruckt. Ob ein weicher Schlagstock auf einem riesigen flachen Gong oder kleine Klangschalen unter Wasser – in einem eigens dafür auf die Bühne getragenen Becken – es gibt immer wieder völlig neue Klänge zu bewundern. Und eine tolle Show liefern die beteiligten Trommler auch ab – nicht nur beim beeindruckenden Fächertanz, auch wenn sie, drei Schlägel in jeder Hand wie Derwische an den großen Trommeln auf und ab springen.

Auf 30jährige Bühnenpräsenz und Konzerte in 28 Ländern schaut die Gruppe aus Taiwan um den künstlerischen Leiter Ju Tzong-Ching bereits zurück. Und ich bin wirklich froh, bei ihrem einzigen Deutschlandkonzert 2016 dabei gewesen zu sein.

Eine solche Synchronität, eine solches Können! Toll anzuhören und auch sehr schön anzusehen! Am Schluss gibt es langanhaltenden Applaus im altehrwürdigen Konzerthaus, auch wenn es vielleicht einen Tick lauter war, als das Abopublikum es sonst gewohnt ist!