Restauranttipp: Marin Fisch und Fleisch Restaurant in Berlin Neukölln

Das Estrel Hotel bietet ja mit mehreren unterschiedlichen Restaurants für alle Geschmäcker etwas, aber manchmal möchte man dann doch etwas ganz Nagelneues erleben. Das Estrel liegt, das muss man zugeben, nicht gerade in einer ansprechenden Gegend, ringsherum nur Autohöfe und andere Gewerbetreibende. Wir waren also sehr verwundert, online herauszufinden, dass sich in der gleichen Straße ein türkisches Fisch- und Fleischrestaurant befindet, das von allen Seiten euphorisch empfohlen wurde.

Das Marin Fisch und Fleisch Restaurant liegt wie eine grüne Oase zwischen all den Neuköllner Fabriken und Firmenhöfen. Der große Garten mit vielen bunten Sonnenschirmen lädt zum Verweilen ein. Leider kamen wir mitten in einem der vielen, vielen Gewitter dort an, die diesen Sommer prägen. Es goss in Strömen und wir mussten in den Raum in der oberen Etage flüchten, wo der sehr freundliche und zuvorkommende Kellner uns mit warmen Decken versorgte. Und auch beim nächsten Besuch, einige Wochen später: Regen. Der Gastraum ist für größere Veranstaltungen oder Privatfeiern gedacht, das merkt man. Die vielen Tische stehen ohne Trennung dicht nebeneinander. Da wir allein waren, war das kein Problem, aber ansonsten sitzt man im Garten sicherlich schöner.

Aber das Wichtigste ist ja sowieso das Essen und das ist wirklich wunderbar. Wir haben uns, da das Restaurant sich schließlich damit rühmt, einmal für Fisch und einmal für Fleisch entschieden. Außerdem haben wir uns eine warme und eine kalte Vorspeisenplatte geteilt, um wirklich von allem einmal probieren zu können. Die Karte ist klein, aber fein. Frischer Fisch und Meeresfrüchte, auf den Punkt gegrilltes Fleisch und viele Speisen, die für Vegetarier geeignet sind. Alles frisch und liebevoll angerichtet. Weiterer großer Pluspunkt: sehr höflicher und zuvorkommender Service, was in Berlin ja nicht immer selbstverständlich ist. Man fühlt sich sehr willkommen und wie ein gern gesehener Gast des Hauses, der umsorgt und mit dem besten Speisen bewirtet wird.

Die Preise sind angemessen, die Vorspeisenplatte kostet zum Beispiel 9,90 Euro und die Lammkoteletts 17 Euro. Ich kann euch einen Besuch nur empfehlen! Aber Achtung, wenn ihr danach ins Estrel zu einer Show gehen wollt: Zwiebel und Knoblauch Alarm!

Ziegrastr. 1, 12057 Berlin-Neukölln. Eine Webseite gibt es leider nicht, aber eine Facebookseite. Am besten nutzt ihr die wenigen schönen Sonnentage, um den großen Garten genießen zu können.

©Nicole Haarhoff

 

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Bangkok City – thailändische Küche, Kreuzberg, korrespondierende Theater: BKA und Mehringhof

Es wird wohl niemanden überraschen, dass ich Restaurants unter anderem nach ihrer Nähe zu Veranstaltungsorten aussuche. Natürlich ist es am wichtigsten, dass es dort lecker schmeckt und mir auch vom Ambiente her gefällt, aber grundsätzlich suche ich immer nach tollen Restaurants die sich fußläufig zu meinen Lieblingstheatern befinden.

Die Ecke Mehringdamm / Gneisenaustraße kann sich wirklich nicht über einen Mangel an Restaurants und Bars beschweren. Hier bekommt man alles, was das Genießerherz begehrt, ob man „nur“ eine Currywurst oder ein komplettes Menü möchte, ob man italienische, indische oder spanische Küche bevorzugt. Trotzdem habe ich einen Lieblingsladen, den ich immer wieder gern besuche, wenn ich im BKA-Theater oder im Mehringhoftheater bin.

Das Bangkok City ist noch recht jung und eigentlich wollte ich es erst einmal aus Prinzip hassen, weil ich das South London, was sich zuvor dort befand, sehr mochte und sehr vermisse. Aber ich habe mich dann schnell eines Besseren belehren lassen. Das Bangkok City hat einen sehr schlichten, unprätentiösen Stil mit steinernen Wänden und robusten Holztischen. Einzig die schön platzierten Papierlampions und die auffällige Lichtinstallation an der hinteren Wand dienen als Deko. Das finde ich, im Gegensatz zu den vielen mit goldener Deko vollkommen überladenen asiatischen Restaurants, eine sehr schöne Abwechslung und ich habe mich dort von Anfang an sehr wohl gefühlt. Die aufmerksamen und zuvorkommenden Servicekräfte tun ihr übriges, dass man sich im Bangkok City immer willkommen und gut bedient fühlt.

Genauso reduziert wie die Dekoration präsentiert sich auch die Speisekarte. Es gibt nur wenige Gerichte, dafür kann man jeweils das bevorzugte Fleisch dazu wählen oder Garnelen oder Tofu. In vielen asiatischen Restaurants erweckt die schier gigantische Größe der Speisekarte immer Argwohn in mir. Vor allem, wenn das Restaurant und damit auch die Küche eher klein ist. Im Bangkok City gibt es dagegen eher eine kleine, aber feine Auswahl. Und man kann sogar, wenn man möchte, in die Küche hineinschauen, die Köche arbeiten hinter einer großen Glaswand.

Die Preise für eine Vorspeise liegen im Bangkok City zwischen 3 und 9 Euro, eine Hauptspeise kostet zwischen 7 und 12 Euro. Ich war mittlerweile schon recht oft dort und war immer begeistert. Alle Speisen waren immer perfekt zubereitet und auch noch ansprechend arrangiert. Bei meinem letzten Besuch hatte ich zum Beispiel „Pad King“ – Schweinefleisch mit Ingwerstreifen, Morcheln, Champignons, Zwiebeln, Paprika und Austernsauce. Sehr lecker und perfekt gewürzt. Wer also vor seinem Theaterbesuch noch etwas essen möchte oder ganz allgemein in Kreuzberg nach einem guten Restaurant sucht, ich empfehle euch das Bangkok City.